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Kapitalistische Dynamiken

4. Dezember - 5. Dezember

Die Jahrestagung 2025 des Arbeitskreises Historische Soziologie, organisiert in Kooperation mit dem Fachbereich Soziologie des Departements Gesellschaftswissenschaften der Universität Basel, wird diese Fragen aufgreifen und unter dem Gesichtspunkt einer historischen Soziologie kapitalistischer Dynamiken diskutieren. Dabei sollen unterschiedliche Forschungsansätze, die sich dem Thema in seinen verschiedenen Facetten widmen, miteinander ins Gespräch gebracht werden. Erwünscht sind Beitragsvorschläge, die auf eigener historischer Forschung beruhen und sich darum bemühen, Quellen- und Theoriearbeit zu verknüpfen. Die Beiträge können bspw. eine (oder mehrere) der nachfolgenden Fragen adressieren:

  • Wie lassen sich Wandel, Kontinuität, Wendepunkte und Ereignisse kapitalistischer Dynamik empirisch fassen? Welche Begriffe und Konzept bietet die Soziologie, um ihre mittlere oder lange Dauer theoriegeleitet zu analysieren?
  • Wie lässt sich das ‚epochale Phänomen‘ des Kapitalismus heute bestimmen? Handelt es sich um eine Wirtschaftsordnung, eine Gesellschaftsformation oder ein technologisch vermitteltes Naturverhältnis –– ein „Kapitalozän“? Was steht in diesen unterschiedlichen Bestimmungen auf dem Spiel?
  • Wie lässt sich der Ursprung, die Persistenz und mögliche Überwindung kapitalistischer Dynamik begreifen? Entsteht der Kapitalismus bereits durch Fernhandel und koloniale Inbesitznahme fremder Länder, die neue Gelegenheiten zum Profit schafft, oder erst durch eine generelle Marktabhängigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft, die mit dem Zwang zur kontinuierlichen Produktivitätssteigerung einhergeht? Verweisen aktuelle Rekonfigurationen des Kapitalismus auf eine Refeudalisierung, wie es zum Beispiel die Zeitdiagnose vom ‚Technofeudalismus‘ nahelegt?
  • Inwieweit werden kapitalistische Dynamiken von Phänomenen und Prozessen eingehegt oder verändert, die für gewöhnlich getrennt theoretisiert und untersucht werden (bspw. Staatsbildung, Zivilisierung, Subjektivierung, Säkularisierung, Anthropozän, Professionalisierung, Globalisierung, nicht-kapitalistische Entwicklung, etc.)?
  • Welche methodischen Probleme ergeben sich, wenn unsere Gegenwart als Resultat eines jahrhundertelangen, kontinuierlichen Prozesses begriffen wird? Anhand welcher Daten und Indikatoren können wir die Persistenz des „stummen Zwangs“ oder „faustischen Drangs“ im Kapitalismus beschreiben und erfassen?

Details

Veranstaltungsort

  • Basel