Entsolidarisierung? Flucht, Schutz und Teilhabe in einer Welt ohne Ordnung
28. September - 30. September
Die Konferenz richtet sich an Forschende mit und ohne Fluchterfahrung auf allen Karrierestufen sowie an Praktiker*innen, Studierende und Interessierte. Ziel ist es, Teilnehmende aus verschiedenen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen – u. a. Politikwissenschaft, Soziologie, Anthropologie, Soziale Arbeit, Humangeographie, Pädagogik, Recht, Public Health, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Psychologie – zusammenzubringen. Das Ziel ist es, empirisches Wissen und praxisorientierte Expertise zu verbinden und so kritische, kollaborative Gespräche zu fördern.
Thematische Schwerpunkte (Auswahl, nicht abschließend)
- Veränderungen von Governance-Strukturen im Flüchtlingsschutz und Asyl
- Wandel der Rolle internationaler Organisationen und multilateraler Rahmenwerke
- Urbane Vertreibung und lokale Inklusionspolitik
- Rechtspopulismus, Versicherheitlichung und Kriminalisierung von Mobilität
- Abschreckung, Abschiebung und Externalisierungspolitiken
- Schutzlücken und humanitäre Governance in langanhaltenden Krisen
- Umweltbedingte Vertreibung und klimabedingte Migration
- Partizipation, Agency und Basisorganisation von Geflüchteten
- Zivilgesellschaftliche Initiativen und Sanctuary-Bewegungen
- Intersektionen von Zwangsmigration mit Rasse, Geschlecht, Sexualität und Klasse
- Psychische Gesundheit, Trauma und psychosoziale Unterstützung in Fluchtkontexten
- Bildung, Sprachzugang und Inklusionspolitik
- Digitale Grenzen, biometrische Überwachung und Datenmanagement in Asylsystemen
- Rechtliche und ethische Herausforderungen in Migrationsentscheidungen und Schutzverfahren
- Alltägliche Strategien der Navigation, des Widerstands und der Integration von Geflüchteten
- Vergleichende Perspektiven auf Solidarität und Ausschluss weltweit
Beiträge können theoretisch, empirisch oder praxisorientiert sein. Besonders willkommen sind Beiträge, die disziplinäre oder sektorale Grenzen überschreiten und unterrepräsentierte Stimmen – inklusive von Geflüchteten – sichtbar machen.

