Dialektik der Teilhabe. Dynamiken demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften
15. Oktober
Auf der Abschlusskonferenz werden zentrale Befunde der am Kolleg durchgeführten Forschung zur Dialektik der Teilhabe präsentiert und miteinander ins Gespräch gebracht. Das Panel Teilhabe in Labour widmet sich auf der Grundlage eines erweiterten Arbeitsbegriffes der Vergesellschaftung von Subjekten im Spannungsfeld von Reproduktion und Produktion, wobei es nach den subjektiven Be- und Verarbeitungsformen dieser Spannung fragt. Anhand von Auseinandersetzungen um städtische Bodenpolitik, rassistische Gewalt und die Kriminalisierung der Seenotrettung geht das Panel Räumliche Selektivität staatlicher Ordnung den Widersprüchen gesellschaftlicher Teilhabe nach. Das individuelle wie kollektive Ringen um Befreiung steht im Zentrum des Panels Das Vertrackte der Emanzipation, das sich für die inneren und äußeren Dynamiken, die Hindernisse und das Unabgegoltene von Emanzipationsprozessen interessiert. Das Panel Autoritäre Spuren in Gegenwartsphänomenen spürt in verschwörungstheoretischen Mobilisierungen, Aushandlungen zu regionalen Transformationsprozessen und rückzügliche Bewegungen der Selbstversorgung dem autoritären Potenzial vermeintlich normaler Vergesellschaftungsprozesse nach.

